Deutschland steht vor dem ersten K.o.-Spiel

Nationalmannschaft Herren
Nationalmannschaft Herren (katatonia82 / depositphotos.com)

Deutschland trifft im Rahmen des 2. Spieltags der Gruppenphase der WM 2018 am Samstag auf Schweden. Und auf dem Papier müsste alles klar sein: Deutschland ist Titelverteidiger, hat den Confed Cup 2017 gewonnen und hat sich souverän für die WM in Russland qualifiziert. Schweden ist eine durchschnittliche Truppe, der mit Ibrahimovic der Superstar abhanden gekommen ist und die sich erst in den Play-offs auf Umwegen für die WM qualifizieren konnte.

Doch Papier ist geduldig: Schweden hat das erste Spiel bei der WM in Russland gegen Südkorea gewonnen, während Deutschland den Auftakt gegen Mexiko vergeigt hat. Auch bei den Vorbereitungsspielen gegen Österreich und gegen Saudi-Arabien erweckte die Mannschaft nicht den Eindruck, als könne sie den Titel verteidigen.

Sieg gegen Schweden ist Pflicht

Und so wird das Spiel von Deutschland am Samstag gegen Schweden zu einem ersten K.O.-Spiel. Wird die Partie gewonnen, hat man es komplett selbst in der Hand, sich für das Achtelfinale zu qualifizieren. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage dürfte es hingegen schwer werden.

Nun bleibt also zu hoffen, dass die Nationalmannschaft die letzte Woche dazu genutzt hat, den Teamgeist wieder zu finden, die Lücke zwischen Abwehr und Angriff zu schließen und die Sicherheit zurück zu gewinnen, damit nicht ständige Fehler im Aufbauspiel zu erwarten sind.

Die gute Nachricht: In fast jedem Turnier hat die deutsche Mannschaft einen schlechten Auftritt – 2010 verlor man zum Beispiel gegen Serbien; 2014 ließen die Spiele gegen Ghana (Unentschieden), USA (knapper Sieg) und Algerien (Sieg in der Verlängerung) auch nicht erahnen, dass man Brasilien mit 7:1 vom Platz fegen und später den WM-Titel gewinnen würde.

Und so bleibt die Hoffnung, dass die Niederlage gegen Mexiko der Weckruf zur rechten Zeit war und Deutschland mit der Partie gegen Schweden endlich im Turnier ankommen und Fahrt aufnimmt. Das Spiel wird um 20.00 Uhr (deutsche Zeit) in Sotschi angepfiffen.